Für Abi-Komitees

Abikasse aufbessern: Der Ball zahlt sich nicht von selbst

Zwischen Location-Anzahlung, Abizeitung und Deko liegt schnell ein fünfstelliges Budget — und die Erkenntnis, dass Waffeln für 1,50 € allein keinen Ballsaal füllen. Hier sind die Aktionen, die sich pro investierter Stunde wirklich lohnen.

Der Realitäts-Check

Die Klassiker — und was sie wirklich bringen

Kuchen- & Waffelverkauf

Der Dauerbrenner in jeder großen Pause. Verlässlich, aber arbeitsintensiv.

  • 50–150 € pro Verkaufstag
  • Braucht wöchentliche Back-Rotation
  • Gut für den Grundstock, zu klein fürs Ballbudget

Autowäsche & Dienstleistungs-Tag

Der Jahrgang wäscht Autos, trägt Einkäufe, harkt Laub — gegen Spende.

  • 300–800 € an einem guten Samstag
  • Wetterabhängig, braucht viele Hände
  • Nebeneffekt: beste Jahrgangs-Fotos

Abi-Merch (Pullis & Shirts)

Beliebt, aber Vorsicht: Die Marge pro Pulli ist klein und Restbestände fressen den Gewinn.

  • 3–8 € Marge pro Teil
  • Nur auf Vorbestellung produzieren
  • Eher Identität als Einnahmequelle

Anzeigen in der Abizeitung

Lokale Betriebe (Fahrschulen! Banken!) zahlen für Anzeigenplätze — ihr fragt ohnehin für Glückwünsche an.

  • 50–200 € pro Anzeige
  • Braucht hartnäckiges Klinkenputzen
  • Deckt oft die Druckkosten der Zeitung

Der Geheimtipp: das Abi-Kochbuch des Jahrgangs

Neben der Abizeitung ein zweites Buch? Genau — aber eines, das nicht nur der Jahrgang kauft: Ein Kochbuch mit den Lieblingsrezepten der Stufe, einem Kapitel „Survival-Rezepte fürs erste Semester“ und — das ist der Verkaufstrick — den Rezepten der Lehrkräfte. Für das Bolognese-Rezept des Mathe-Lehrers kaufen auch Eltern ein Exemplar, die bei Waffeln längst abwinken.

Gesammelt wird über einen Link in der Stufen-Gruppe — jeder reicht sein Rezept vom Handy ein, das Layout entsteht automatisch. Verkauft wird auf Vorbestellung (Insta-Story der Stufe genügt) und am Zeugnis-Abend, wenn die ganze Verwandtschaft versammelt und in Kauflaune ist. Nachzügler bestellen später über den QR-Code im Buch.

Zeitplan für den Jahrgang

  1. Nach den Herbstferien: Komitee (3–4 Leute) legt das Projekt an, Link in die Stufen-Gruppe, Lehrkräfte persönlich einladen.
  2. Bis Weihnachten: Rezepte sammeln — automatische Erinnerungen übernehmen das Nerven.
  3. Q3/Q4: Vorbestellungen einsammeln, Auflage drucken (Mengenrabatt nutzen).
  4. Zeugnisvergabe & Abiball: Verkaufstisch aufbauen — fertig ist der Ballzuschuss.

Bonus-Effekt: Anders als Waffeln bleibt das Buch. In zehn Jahren, beim ersten Jahrgangstreffen, ist es das Erste, was auf dem Tisch liegt — direkt neben der Abizeitung.

Häufig gestellte Fragen

Startet euer Abi-Kochbuch

Projekt anlegen, Stufe und Lehrer per Link einladen, auf Vorbestellung drucken — kostenlos bis zur Bestellung.

Kostenlos starten · Erst bei Bestellung zahlen